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Glossar
Förderung KfW Ratgeber
13. Dezember 2016
KfW-Programm Altersgerecht Umbauen

Berechtigte Hoffnung auf neue Zuschüsse ab Januar 2017?!

KfW-Programm Altersgerecht Umbauen

(red-abb) Nach einem Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vom 11.11.2016 sind im Haushalt 2017 wieder Mittel für das KfW-Programm Altersgerecht Umbauen veranschlagt.

Die Nachricht, dass die im Rahmen des KfW-Programmes „Altersgerecht Umbauen“ (Nr. 455) verfügbaren Mittel ausgeschöpft seien, sorgte Ende Juli vielerorts für großes Bedauern. Auch bei uns. Immer wieder hatten wir sehr ausführlich über die Förderungsmöglichkeiten von barrierefreien Bädern informiert und viele Menschen dazu motiviert, etwa den Einbau einer bodenebenen Dusche oder eines unterfahrbaren Waschbeckens rechtzeitig und gemeinsam mit einem Badprofi in Angriff zu nehmen.

Nun jedoch besteht Hoffnung auf eine Fortsetzung der Maßnahmen: Nach einem Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vom 11.11.2016 sind im Haushalt 2017 wieder Mittel veranschlagt. Auf der Homepage der KfW-Bankengruppe heißt es dazu: „Der Bundeshaushalt 2017 soll zum 01.01.2017 in Kraft treten, sodass ab Januar 2017 wieder Anträge bei der KfW gestellt werden können. Bitte beachten Sie, dass der Antrag über das KfW-Zuschussportal vor Beginn der Maßnahme gestellt werden muss.“

Die Botschaft klingt hoffnungsfroh – wenngleich sie natürlich (noch) nichts über die Höhe der Mittel verrät, die künftig zur Verfügung gestellt werden. Ausreichen, so die Prognosen der Experten, dürften sie wohl kaum, denn die Versorgungslücke bei altersgerechten Wohnungen beläuft sich mittlerweile auf mindestens 3 Millionen. Um sie zu decken, müssten beinahe 200.000 geeignete Wohneinheiten entstehen – und zwar jährlich. Gelingt das nicht, kommen auf die öffentlichen Haushalte sowie die Pflege- und Sozialkassen enorme Kosten zu.

Wunsch nach Kontinuität

Bei aller Skepsis: Der Erfolg der Zuschussalternative des KfW-Programmes „Altersgerecht Umbauen“ ist nicht zu übersehen und drückt sich in konkreten Zahlen aus. Nach Informationen der Bankengruppe wurden seit Oktober 2014 insgesamt 64.000 Zusagen für 77.000 Wohneinheiten mit einem Volumen von 83 Mio. Euro erteilt. Fast die Hälfte davon entfiel auf den Badsektor.

Das wiederum korrespondiert u. a. mit dem Resultat einer repräsentativen forsa-Studie. Danach hat das Bad für zwei Drittel der Bevölkerung in altersgerechten Wohnungen Priorität. Die Sanitärbranche, die ihre Aufklärungsarbeit in der Aktion Barrierefreies Bad bündelt, würde die Wiedereinführung des effizienten Instrumentes zum 1. Januar 2017 daher mehr als begrüßen.

Hätten wir einen Wunsch für ein Geschenk offen, dann ist es der, dass die Verantwortlichen dieses Mal darauf verzichten, den Deckel ohne Vorankündigung zu schließen. Noch besser aber wäre es, Fördermaßnahmen endlich zu verstetigen und damit verlässlich zu machen – für Betroffene, für vorausschauende Bauherren und Modernisierer, für Badprofis, für uns und natürlich nicht zuletzt für Sie.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches neues Jahr.