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24. Juli 2018
Worauf kommt es bei einem barrierefreien Bad an? Wir nennen 10 wichtige Kriterien. Angenehmer Nebeneffekt eines solchen Sanitärraums: Mehr Komfort und Sicherheit für alle Nutzer.

Mehr Komfort und Sicherheit für alle Nutzer

10 Essentials für barrierefreie Bäder

(dh/red-abb) Gerade das Bad sollte so ausgestattet oder vorgerichtet sein, dass eine problemlose Nutzung in jeder Lebenssituation möglich ist. Angenehmer Nebeneffekt: Mehr Komfort und Sicherheit für alle Nutzer. Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein Bad barrierefrei ist?

Für den schnellen Überblick haben wir zehn Essentials für Sie zusammengestellt – vom Spiegel bis zur Toilette:

1: Bewegungsflächen

Da man auf Unterstützung durch Mobilitätshilfen oder eine Pflegeperson angewiesen sein kann, sollten die Bewegungsflächen ausreichend groß bemessen werden.

2: Boden

Die Beläge müssen fest verlegt und rutschhemmend sein.

3: Dusche

Die bodenebene Dusche gehört heute inzwischen zur Standardausstattung. Dank leiser Bodenablaufpumpen kann sie auch im Altbau und bei nicht ausreichendem Gefälle realisiert werden.

4, 5: Licht und Kontraste

Mit steigendem Alter lässt die Sehfähigkeit nach. Daher ist eine gute und blendfreie Beleuchtung unverzichtbar. Zur nächtlichen Orientierung bieten sich Nacht- bzw. sensorgesteuerte Bewegungslichter an. Kontraste (z.B. heller Waschtisch auf dunklem Hintergrund) helfen ebenfalls bei der Orientierung.

6: Spiegel

Damit sich der Nutzer beim Waschen im Sitzen oder im Stehen betrachten kann, soll der Spiegel unmittelbar über dem Waschbecken montiert und mindestens 100 cm hoch sein.

7: Toilette

Sie sollte in der Höhe dem Nutzer angepasst oder höhenverstellbar sein. Ein Dusch-WC empfiehlt sich für die sanfte und natürliche Hygiene mit Wasser. Außerdem bietet es Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit die Chance, die eigene Körperpflege so lange wie möglich ohne fremde Unterstützung zu bewältigen.

8: Türen

Sie müssen nach außen öffnen und von außen zu entriegeln sein. Glastüren und großflächig verglaste Elemente (z.B. im Duschbereich) sind durch Markierungen zu kennzeichnen.

9: Wände

Sie müssen stabil sein, damit sie bei Bedarf mit Halte- oder Stützgriffen nachgerüstet werden können. Außerdem empfiehlt sich eine matte Gestaltung, um Spiegelungen oder Blendungen zu vermeiden.

10: Waschbecken

Seine Nutzung muss sowohl im Stehen aIs auch im Sitzen möglich sein. Höhenverstellbare Waschtische lassen sich jederzeit an Größe und Bedarf der Nutzer anpassen.

 

Checkliste Barrierefreie Bäder

Weitergehende Informationen finden Sie in unserer kostenfreien „Checkliste Barrierefreie Bäder“. Neben allgemeinen Informationen und Empfehlungen sind dort die wichtigsten Anforderungen für Sanitärräume von Wohnungen laut DIN 18040-2 aufgelistet.

Diese Norm gilt für Neubauten und richtet sich grundsätzlich an alle Menschen in allen Lebenssituationen. Unabhängig davon, ob und welche Vorgaben verpflichtend umzusetzen sind, können ihre Angaben dem privaten Bauherrn wichtige Anhaltspunkte und Orientierung für den Neubau aber auch den Umbau von barrierefreien Bädern liefern.