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https://www.aktion-barrierefreies-bad.de/bad-der-zukunft/

Glossar
Allgemein Bad der Zukunft Design für alle Forschung Produkte Sanitärprofis
25. März 2015

Tolle Entwürfe, Expertentalk und ein Film

Bad der Zukunft

Eine Studentengruppe der Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main hat gewohntes Nutzungsverhalten im und Produktdesign fürs Bad in Frage gestellt und ganz neue barrierefreie Ideen entwickelt. Hinsehen lohnt sich unbedingt.

Beteiligt an dem Forschungsprojekt waren der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), SHK-Fachhandwerker sowie „typische“ Endverbraucher. Großen Anteil an der Realisation hatten mit Hansgrohe, Hewi, HSK, FSB und Keramag die Gewinner des 1. ZVSHK-Produkt-Awards „Badkomfort für Generationen“.

Bad der Zukunft-Booklet_Studenten
Unter der Leitung von Prof. Frank Georg Zebner entwickelten Studenten der Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main Modelle für schönes Design im Bad und Barrierefreiheit. Foto aus Booklet >50

 

Mehr Details zu den folgenden und weiteren Entwürfen finden Sie übrigens in einem wunderbar gemachten Booklet, das Sie sich hier herunterladen können. Weitere Informationen stehen unter www.bad-zukunft.de bereit.

Bad-der-Zukunft-Liege
Diese weich beschichtete Badeliege auf einem Standbein lässt sich auf einer Badewanne verankern. Sensorgesteuerte Düsen sind auf einer Rasterfläche verteilt, um die nötige Wasserzufuhr zum Waschen in Liegeposition oder für eine Massage sicherzustellen. Trocken ist die Liege zum Ausruhen gedacht. Foto: Aktion Barrierefreies Bad
Bad-der-Zukunft-Hocker
„Dio“ ist eine zweiteilige Kombination aus Hocker (im Bild) und Stütze (im Bild angeschnitten). Durch die Verbindung aller Elemente ergeben sich Sitzgelegenheit, Handtuchhalter, Stütze und Aufstehhilfe in einem. Die Beine des Hockers sind innen hohl und können mit bis zu 40 Litern Wasser befüllt werden. So entsteht ein hohes Maß an Rutschfestigkeit, was durch die Silikon-Beschichtung des Hockers noch verstärkt wird. Der Sitz weist in der Sitzfläche einen Hygieneeingriff zur Intimwäsche auf und bietet so eine angemessene Basis für Körperpflege und Reinigung. Foto: Aktion Barrierefreies Bad
Bad-der-Zukunft-Waschtisch
Das Waschbecken ist unterfahrbar und besitzt eine indirekte Griff- bzw. Haltefunktion. Das Wasser fließt zunächst in die obere Ebene des Waschbeckens. Das Auffangbecken wurde in dem Maße reduziert, dass nur kleine Mengen Wasser gespeichert werden können und der Wasserverbrauch minimiert wird. Die untere Ebene dient allein dem Festhalten des Nutzers und dem Auffangen des überschüssigen Wassers der oberen Ebene. Die eindeutige Produktsprache ermöglicht einen intuitiven und sicheren Gebrauch. Foto: Aktion Barrierefreies Bad
Bad-der-Zukunft-Baender
Das Halten und Getragenwerden im Bad steht im Zentrum dieses Entwurfes. Dafür wurden eine Reihe doppelt zusammengelegter Tücher von einer Schwerlaststange an der Decke abgehängt. Die Tücher können um einzelne Körperteile wie Hände oder Arme geschlungen werden und dem Nutzer so Hilfestellung leisten. Über Verknotungen ergeben sich unterschiedliche Positionen für den leichten Zugriff. Der Stoff ist wasserabweisend und schimmelresistent. Dafür werden antibakteriell wirkende Silber- und Kupferionen verarbeitet. Foto: Aktion Barrierefreies Bad
Bad-der-Zukunft-WC
Positioniert man beim Sitzen die Füße auf einer Linie mit dem Körperschwerpunkt, spreizt leicht die Beine und erhält zusätzlich Unterstützung unterhalb des Gesäßknochens, fällt das Aufstehen wesentlich leichter. Der gezeigte Toilettensitz ermöglicht genau diese Körperhaltung beim Sitzen und verringert den Kraftaufwand beim Aufstehen durch Materialität und Form. Er besteht aus einem flexiblen Band und dem elastisch verformbaren Sitz. Beides sind synthetische Polymere. Die Materialität der zwei Teile garantiert den reversiblen Übergang zwischen unbenutztem und benutztem Zustand. Das flexible Band wird in unbenutztem Zustand gedehnt und zieht sich bei Gebrauch zusammen. Foto: Aktion Barrierefreies Bad

 

Das „Bad der Zukunft“ war auch ein Thema eines Expertentalks während der ISH 2015 – mit dem Ziel, das Anforderungsprofil eines solchen Bades vor dem Hintergrund des demografischen Wandels herauszuarbeiten.

An der Runde nahmen Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), Ursula Fuß, Dozentin an der TU Darmstadt für „Barrierefreie Planung“, Petra Uertz, Geschäftsführerin Verband Wohneigentum, sowie Prof. Dr. med. Klaus-Michael Braumann, Leiter Institut für Sport- und Bewegungsmedizin Uni Hamburg und außerdem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP), teil. Es moderierte Norbert König. Bevor der bekannte ZDF-Sportmoderator seine Gäste begrüßte, hat er sich vor Ort einige Arbeiten des Forschungsprojektes von Studenten erklären lassen. Auch das zeigt ein sehr interessanter, rund halbstündiger Film über das „Bad der Zukunft“. Zur Aufzeichnung geht es gleich hier.

Expertentalk-Bad-der-Zukunft-ISH-VDS
Expertentalk zum „Bad der Zukunft“ – initiiert von Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) anlässlich der „ISH“ in Frankfurt am Main vom 10. bis 14. März 2015. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)